Kontext

bullet1 System#2 produziert Lernprozesse

Abstracts: Schon Sokrates hat Wissensarbeit verrichtet. Er machte damit ohne Organisation aus der Not des Systems#2, dessen Widersprüchlichkeit, die Tugend des Widerspruchs, und bezahlte dafür mit dem Tod - auch weil er sich als Lehrer beim der spartanischen Diktatur, welche die Demokratie in Athen unterbrach, angebiedert hatte - was uns die Philosophen oft verschweigen. Die grossen Kirchen und die parlamentarischen Systeme moderner Demokratien sind zu komplexen Systemen#2 geworden und durch ihre organisierten Hierarchien im virtuellen Sinne rücksichtslos "intelligent". Die Formel, dass Mitglieder und Organisation sich wechselseitig ihr Wissen nutzbringend zugänglich machen sollten, ist in der Praxis aus mehreren Gründen ausserordentlich schwer umzusetzen. Die Selbstreferenz der Systeme#2 mit der Reproduktion ihrer Einheit kommt vor der Wahrnehmung ihrer Beteiligten für die Möglichkeiten in Umweltkontakten. Das System selbst, bzw. dessen Interpretation durch die Systemhüter und der Fortbestand seiner operativ geschlossenen Funktionsweise wird zum Masstab für die Eignung von Mitarbeitern. Diese Geschlossenheit widerspricht unserem Wesen und allen unseren Erfahrungen, die besagen, dass geschlossene System selbstzerstörend sind. Was letztlich gegen jedes System#2 wirkt, ist die Eigendynamik geschlossener Systeme. Häufig genug, selbst unter der Drohung hoher Verluste oder gar des Untergangs des Systems verhindert sie, dass sich an den Handlungsmöglichkeiten der Mitglieder vor dem Point of NO Return noch etwas ändert. Daraus ergeben sich  Notwendigkeiten in virtuellen Systemen#0, die auf das System#2 ausgerichtet sind. Damit Betroffenen untereinander fair miteinander um- und weitergehen können, müsse sie durch einige Lernprozesse gehen, die über das System#2 hinausweisen...

  Kontext     Verantwortungslosigkeit#2


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