Wenn uns die als primitiv G-bedrückende Aktualität des Tages die Wahl des Themas aus der Hand reisst, ist die Versuchung gross, mit den schnellen Trendsprechern zu wetteifern, wie das in Australien Volkssport ist. Vor dem 11.9.01 schieden sich die Geister an der Frage, ob und wie weit wir uns einer gentechnischen Selbstinstrumentalisierung unterziehen oder gar das Ziel einer Selbstoptimierung verfolgen sollen. Nach dem Auslöser des Chaos kommen jedoch die Intoleranten mit ihren Einsichten damit zum Zug, es ja schon immer besser gewusst zu haben und setzen sich dann mit weiteren Reglementierungen der Trap durch deren Fragmentierungen in mehrer Traps, die noch nicht akut sind, durch. Damit bereiten sich z.B. die Militärs immer auf den letzten Krieg vor! Damit erhielt die Sprache der Vergeltung, in der nicht nur der amerikanische Präsident auf das Unfassbare reagierte, einen alttestamentarischen Klang. Als hätte das verblendete Attentat im Innersten der säkularen Gesellschaft eine religiöse Saite in Schwingung versetzt, füllten sich überall die Synagogen, die Kirchen und die Moscheen. Darin spiegelt sich eine Verrücktheit der zu Grunde liegenden Kultur von der aktuellen Gesellschaft, die sich politisch in der Trennung von Religion und Staat ausdrückt. Diese Trennung des Orientierungs- vom Manipulationswissens führt zum Gefühle des blockierten Geisteswandel bzw. der Ohnmacht vor dem globalen Trendwandel. Der Kampf gegen die Reaktionen darauf, den Terrorismus ist kein Krieg, darin äussert sich nur der verhängnisvoll-sprachlose Zusammenstoss von überholten Denksystemen, die bloss noch in der stummen Gewalt der Terroristen und der Hightechwaffen eine gemeinsame Sprache finden. Angesichts einer Globalisierung, die sich über deregulierte Märkte durchsetzt, erhofften sich die ab der Gewalt Fassungslosen wieder eine Rückkehr des Politischen in anderer Gestalt - die Globalisierungsgegner nicht im globalisierten Sicherheitsstaates, also in den Dimensionen von Polizei, Geheimdienst und Militär, sondern als weltweit zivilisierende Gestaltungsmacht. Für die Intellektuellen bleibt nicht viel mehr als die fahle Hoffnung auf eine weitere List der Vernunft - und für die Masse, ein wenig Selbstbesinnung. Damit ist angedeutete, dass jener Riss der Sprachlosigkeit auch das eigene Land, das eigene Haus und den eigenen Mind entzweit und in die Pre-Trans-Trap des kleinsten gemeinsamen Nenners führt. Dieser aber ist nun zu klein für die Nachhaltigkeit der grossen Welt geworden! Je nach Einsicht und der daraus folgenden Werthaltung geht es dann um die Zähmung des Orientierungs- durch das Manipulationswissen, des Staates durch die Wirtschaft, bzw. der kirchlichen Autorität durch die weltliche Gewalt oder um den sich jetzt wieder breit machen den Versuch, die Spiesse umzukehren. Es ist ein Zeichen der Zeit, dass der Auslöser dazu nicht mehr die Vertreibung der Händler aus dem Tempel, bzw. der Anschlag von Thesen an eine Kirchentüre durch einen Einsichtigen ist, sonder ein durch Mentalkonditionierung mögliches Selbstmordattentat. Damit bleibt die zu Grund liegende Absicht verdeckt... Nach der einen Lesart werden religiöse Denkweisen und Lebensformen durch aufgeklärt vernünftige, scheinbar überlegene Vorstellungen ersetzt; nach der anderen Lesart kannibalisieren die modernen, und erst recht die post-modernen Denk- und Lebensformen bewährte Traditionen. Das Erstere legt als Verdrängungsmodell eine fortschrittsoptimistische Deutung der entzauberten, das Letztere als Enteignungsmodell eine Verfallsdeutung nahe. Damit resultiert ein Nullsummenspiel zwischen den kapitalistisch entfesselten Produktivkräften von Wissenschaft und Technik auf der einen, und den haltenden Mächten von Religion und Kirche auf der anderen Seite welches die wahre Substanz kannibalisiert. Und weil mit den vorherrschenden Denksystemen keiner über den anderen gewinnen kann, droht in der gegenseitigen Beschränkung die Apokalypse. Die zivilisierende Rolle einer demokratisch aufgeklärten Vernunft, die sich im kulturkämpferischen Stimmengewirr einst als dritte Partei zwischen Staat und Religion einen eigenen Weg gebahnt hat, ist mit der damit möglich gemachten subtilen Form der Mentalkonditionierung der Masse inzwischen zum Problem geworden, als dessen Lösung sie sich immer noch ausgibt. Sie definiert sich entsprechend nur noch negativ damit, auf eine gewaltsame Durchsetzung ihrer Konsensentscheide im Massendenken und auf den militanten Gewissenszwang des Fundamentalismus gegen die eigenen Mitglieder, erst recht auf eine Manipulation zu Selbstmordattentaten mit ihrem Glauben an die multikulturelle Beliebigkeit zu verzichten. Damit ist der Zeitgeist immer mehr nur noch vordergründige in der Lage, Begegnung mit anderen Einstellungen, Konfessionen und Religionen konstruktiv zu verarbeiten. Man tut nur noch so, also ob die Autorität von Wissenschaften das gesellschaftliche Monopol am real operationellen Weltwissen innehabe; in Tat und Wahrheit sind es längst die Medien und ihre Hintermännern. Man hat sich auf die Prämissen des Verfassungsstaates einlassen, der sich mehr und mehr nur noch auf der profanen Wohlstandsmoral begründet und von einem weitgehenden käuflichen und trendabhängigen Rechtssystem verwaltet wird. Tatsächlich findet dessen reflexive Arbeit bei jedem neu aufbrechenden Konflikt auf den Umschlagplätzen der demokratischen Öffentlichkeit in des Kaisers Neuen Kleider, alter Wein in neuen Schläuchen also, seine den Geist verengende Wiederholung bis er nach bekannten Mustern, seien eigenen Selbstzerstörung provoziert. Das ist das anstössige Faktum des weltanschaulichen Pluralismus! Was sich dabei entwickelt ist bald nur noch die seit Platon hartnäckige Rechtfertigungsrhetorik. Die allgemeine Vernunft, die sich über die Welt so viele Illusionen macht, muss sich vor deren Verbreitung nicht nur von einer grundsätzlich inhaltsleeren, sondern ebenso von einer persönlich relevanten Wissenschaften vorbehaltlos aufklären lassen! Immer weniger lassen die in die Lebenswelt als Virtualität eindringenden, vorherrschenden wissenschaftlichen Theorien den Rahmen unseres Alltagswissens, der mit dem Selbstverständnis sprach- und handlungsfähiger Personen verzahnt ist, unberührt! Wenn wir über die Welt, und über uns als Wesen in der Welt, etwas Neues lernen, verändert sich der Inhalt unseres Selbstverständnisses. Kopernikus hat an der Realität beweiskräftig das geozentrische und Darwin hypothetisch überzeugend, aber in keiner Weise wissenschaftlich in den Grundzügen gesichert, anthropozentrische Weltbild revolutioniert. Dabei hat die Zerstörung der astronomischen Illusion über den Umlauf der Gestirne entsprechend weit geringere Spuren in der Lebenswelt hinterlassen als die biologische Desillusionierung über die Stellung des Menschen in der Naturgeschichte. Wissenschaftliche Überzeugungen beunruhigen schwache Geister umso mehr zu, je näher sie uns auf den Leib rücken. Deshalb hängt der Erfolg des Marketings (mit dem Prototyp der Nikotinwerbung) von einer schwachen Geisteshaltung ab! Entsprechend belehrt uns die Hirnforschung lediglich über die Physiologie unseres Bewusstseins- damit sich ja nicht jenes intuitiv vom wahren, realitäts- und vom gewissenhaft wirklichkeitsbezogenen oder gar vom Heiligen Geist erfüllte Bewusstsein von Autorschaft und Zurechnungsfähigkeit, das gemäss dem Wort Gottes, alle unsere Handlungen begleiten sollte, nicht mehr manipulierbar, dafür lebenserfüllend, verändert... So wurde zuerst Gott, dann die Natur auf das der objektivierenden Beobachtung und kausalen Erklärung Zugängliche und jetzt konsequent der Mensch zum Reengineering entpersonalisiert. So fällt die wissenschaftlich erforschte Natur aus dem sozialen Bezugssystem von erlebenden, miteinander sprechenden und handelnden Personen, die sich gegenseitig Absichten und Motive zuschreiben, heraus. Was wird nun aus solchen Personen, was aus Wissen das nicht nur belehren, sondern mit Haut und Haaren konsumiert werden will? Zur Beantwortung dieser Frage braucht es keine Philosophen mehr; die online Medien geben sie uns in immer schnellerer Kadenz. Darin aber geht die Absicht des individuellen menschlichen Bewusstseins und unseres Handelns in unserem Selbstverständnis nicht mehr auf und wir bleiben unerfüllt - was sich dann mit Terror Luft macht oder daran still zu Grund e geht. Die zur Notwende erforderliche Wissenschaftlichkeit muss mehr erklären, als wie Personen Regeln - grammatische, begriffliche oder moralische Regeln - befolgen oder verletzen können. Auch das Vorhaben einer naturwissenschaftlichen Modernisierung unserer Alltagspsychologie, die gedankliche Inhalte biologisch erklären zu wollen greift zu kurz, weil wir weder Mind noch Körper sind, sondern beide HABEN und damit umgehen lernen müssen. Solche sich marketingmässig avanciert gebende Ansätze scheitern daran, dass ihr Begriff von Zweckmässigkeit, wie er dem darwinsche Sprachspiel von Mutation und Anpassung, Selektion und Überleben zu Grund liegt, zu armselig ist, um die Brücke zwischen Schein und Sein und dem sich daraus ergebenden Sollen im Tun und Lassen bilden zu können. in der blossen Beschreibung von Personen werden stillschweigend für die Lebenserfllung wesentliche Momente ihrem Soseins zu Grunde liegenden Innenleben pre-trans-trappt und damit gemobbt. Damit soll überschreiben werden, dass wir voneinander Rechenschaft fordern können. Am Unmut das zuzulassen, ist z.B. die Swissair in sich zusammengefallen... Der Commonsense ist gemäss Habermas mit dem Bewusstsein von Personen verschränkt, die Initiativen ergreifen, Fehler machen und Fehler korrigieren können. Er behauptet gegenüber den bisherigen Wissenschaften eine eigensinnige Perspektivenstruktur. Deshalb weckt er, und damit der liberale Staat, der bewirkt, dass die von ihm Betroffenen ihre Identität gleichsam in öffentliche und private Anteile aufzuspalten, und dessen Globalisierung auf Seiten der Gewissenhaften und der Gläubigen zu Recht den Argwohn, dass er in die oben erwähnte Sackgasse führt. Letzter haben damit einmal mehr den Grund, den Heiligen Krieg auszurufen um den Systemzwang zu brechen ihre religiösen Überzeugungen in eine säkulare Sprache übersetzen und damit pre-tran-trappen zu müssen, bevor ihre Argumente Aussicht haben, die Zustimmung von Mehrheiten zu finden. Die c3-Suche nach Gründen und dir Macht für Machenschaften, die auf allgemeine Akzeptabilität abzielen, werden damit wichtiger als die Lebenserfüllung! Deshalb genügt es längst nicht mehr, dass Mehrheiten Einsprüche von Opponenten und Minderheiten in IHREM System zulassen, indem sie lediglich in die Pre-Trans-Trap fallen! So dringt die Sprache des Marktes heute in alle Poren ein und presst alle zwischenmenschlichen Beziehungen in das inhaltsleere Schema selbstbezogener Trends. Damit geht das soziale Band, das aus gegenseitiger Anerkennung geknüpft wird, in den blossen Begriffen des Vertrages über bloss noch scheinbar rationale Wahl- und Nutzenmaximierung nicht auf. Gemäss seinen rechtfertigenden Jüngern kommt er den fatalen Folgen einer Sinnentleerung durch eine kritische Anverwandlung des religiösen Gehaltes zuvor. Sein weiterer Versuch, das radikal Böse aus der biblischen Sprache in die der Vernunftreligion zu übersetzen, mag uns angesichts von Terror weniger überzeugen. Wie der enthemmte Umgang mit diesem biblischen Erbe heute wieder einmal zeigt, verfügen wir, die das begrifflich wollen, noch nicht über einen angemessenen Begriff für die semantische Differenz zwischen dem, was moralisch falsch, und dem, was zutiefst böse ist. Man hilft sich mit virtuellen Floskeln wie Habermas um inkompetent weiter kompeten zu scheinen: "Es gibt den Teufel nicht, aber der gefallene Erzengel treibt nach wie vor sein Unwesen - im verkehrten Guten der monströsen Tat, aber auch im ungezügelten Vergeltungsdrang, der ihr auf dem Fusse folgt." So eliminiert die Begriffssprache, was einmal gemeint war, bloss als Irritation und wird damit in ihrer Ausschliesslichkeit zur Anstifterin des Terrors! Die verlorene Hoffnung auf Erlösung hinterlässt eine spürbare, damit unerfüllbare Leere wie etwa nach dem Holocaust, den man nach fünfzig Jahren an den wenigen Überlebenden mit einer bürokratischen Geldverteilung wieder gut zu machen versuchte, ohne etwas daraus gelernt zu haben. Die ungläubigen Söhne und Töchter der Moderne glaubten in der Postmoderne lediglich noch, mehr bekommen zu können, als ihnen von der religiös begrifflichen Tradition her zugänglich war - so, als seien deren semantische Potenziale noch nicht ausgeschöpft, und damit Virtualität schaffend, die mit der New Economy und dem Zusammensturz des World Trade Centers wie ein Kartenhaus zusammen fiel... Intellektuelle wie Habermas flöten uns, einmal mehr ihre Chance witternd, Gesicht wahrend zu: "Diese Ambivalenz kann auch zu der vernünftigen Einstellung führen, von der Religion Abstand zu halten, ohne sich deren Perspektive zu verschliessen. Diese Einstellung kann die Selbstaufklärung einer vom Kulturkampf zerrissenen Bürgergesellschaft in die richtige Richtung lenken. Die postsäkulare Gesellschaft setzt die Arbeit, die die Religion am Mythos vollbracht hat, an der Religion selbst fort. Freilich nicht in der hybriden Absicht einer feindlichen Übernahme, sondern aus dem Interesse, im eigenen Haus der schleichenden Entropie der knappen Ressource Sinn entgegenzuwirken." Jetzt fürchtet der demokratisch aufgeklärte Commonsense die mediale Vergleichgültigung und plappernde Trivialisierung aller Gewichtsunterschiede, die er selbst gefördert hat, weil er nur davon "lebt" so als ob es immer nur um eine rettende Formulierung ginge! Deren Schöpfer braucht, weil er Schöpfer- und Erlösergott in einem ist, nicht wie ein Techniker nach Naturgesetzen zu operieren, oder wie ein Informatiker nach Regeln eines Codes. Seine ins Leben rufende Stimme kommuniziert von vornherein innerhalb eines moralisch empfindlichen Universums. Deshalb kann dieser Gott den Menschen in dem Sinne bestimmen, dass er ihn, wie eben ihr Staat, zur Freiheit gleichzeitig befähigt und verpflichtet. So hat der ungläubige Mensch, der einen anderen Menschen nach eigenem Belieben in seinem natürlichen Sosein festlegt, schon längst die Freiheiten zerstört, auf die er sich dazu beruft. Damit führt Ebenbürtigkeit, angeblich ein Konzept, um die Verschiedenheit zu sichern zur Manipulation des Verständnis des jedem Menschen eigenen Lebenserfüllungsprinzips! Und genau diese Denkkatastrophe, von der immer weniger, auf Kosten von immer mehr scheinbar noch profitieren, gilt es zu überwinden: oder
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